Johannes Gutenberg legte den Grundstock für seinen wirtschaftlichen Erfolg 1439 mit der Produktion sogenannter Wallfahrtsspiegel. (Wenn alle sieben Jahre in Aachen die heiligen Reliquien öffentlich gezeigt wurden - 1440 war solch ein Jahr -, fingen die Pilger nach ihrer Überzeugung die magischen Strahlen der Reliquien mit kleinen Spiegeln dauerhaft ein.)
Als gestandene Jünger der Schwarzen Kunst" hatten wir das Beispiel Gutenbergs durchaus vor Augen, als wir uns entschlossen , beim Übergang von der Planwirtschaft der DDR zur freien Marktwirtschaft das Engagement zu bündeln und ein Unternehmen zu gründen, dessen Kunst auf mehr als 500 wirtschaftlich erfolgreiche Jahre zurückblicken konnte.
Die drei Firmengründer waren auch gleichzeitig die drei ersten Mitarbeiter. Eine Geschäftsausstattung gab es noch nicht, Aufträge standen in Aussicht und Investitionen ins Haus. Das neue Unternehmen expandierte sehr schnell. Die Auftragslage entwickelte sich positiv und die Einstellung neuer Mitarbeiter war die logische Konsequenz.
Marktwirtschaft als Abenteuer? In der Phase des Aufbaus galt dies vielleicht noch. Aber die Führung eines wirtschaftlich gesunden Unternehmens verlangt strategische Planung. Für die geschäftsführenden Gesellschafter stand in den letzten 10 Jahren und stehen noch immer solide Entwicklung und Ausbau der Kapazitäten im Vordergrund. Der Erfolg gibt ihnen mit wachsenden Umsätzen von jährlich 10 % Recht.


